Förderbereich

Therapiebereich

Das Gremium, das sich momentan aus den Förderlehrern Agnes Vikoler, Alisa Frick, Janina Gallmann, Siegmund Blaß und den Therapeuten Elisabeth Dorfmayr und Peter Walter zusammensetzt, trifft sich in regelmäßigen Abständen, um die Unterstützungsangebote für die Kinder und Jugendlichen, die einen Förderbedarf haben und uns von Lehrern vorgestellt werden, zu koordinieren.

Um den Förderbedarf eines Kindes festzustellen, werden Zeiten für eine Kennenlernphase gefunden, die möglichst auch schon erste Therapien beinhalten sollten, um das förder- diagnostische Bild abrunden zu können. Förderdiagnostisch bedeutet im Sinne einer pädagogischen wie therapeutischen Unterstützung mit dem Anspruch eines regelmäßigen Rückblicks, ob entsprechende Entscheidungen neu gesetzt werden müssen, d.h. ob sie verändert, ausgetauscht oder entsprechend vertieft werden sollten. In diese Prozesse sind möglichst immer alle Beteiligten eingebunden in Form von Förderplänen und Fördergesprächen mit den SchülerInnen, Eltern und Lehrern.

Dabei ist eine unserer wichtigsten Säulen die Weiterbildung, d.h. die inhaltliche Ausrichtung wird im Förderkreis bestimmt, von Fortbildungen berichtet, es werden Vorträge von Rudolf Steiner gelesen und entsprechend pädagogische Fragen mit aktueller Literatur aus der anthroposophischen Heilpädagogik und anderen Quellen befragt. Von hier aus diskutieren wir auch unsere inhaltliche Gestaltung der Förderarbeit, sei es für den Erwerb und die Festigung von Kulturtechniken, die motorische Förderung, Schulung der Sinneswahrnehmung, Sprachentwicklung oder in Fragen von Kooperationsverhalten zwischen SchülerInnen, Lehrern und Eltern.

Darüber hinaus legen wir großen Wert auf den Aufbau und die Organisation der therapeutischen Begleitung unserer Arbeit. Momentan arbeiten wir mit Frau Dorfmayr, die die rhythmische Einreibung gibt und dem Heileurythmisten Herrn Walter, zusammen. Hier entscheidet der Förderkreis gemeinsam mit den Lehrern und Therapeuten, welches Kind bzw. Jugendlicher in welchen Abständen und mit welchen therapeutischen Maßnahmen unterstützt wird. 

Je nach Förder- und Therapiebedarf und in Absprache mit den Lehrern, nehmen die Kinder und Jugendlichen in der Zeit zwischen 8.00 - 13.00 Uhr an den entsprechenden Angeboten teil.

Rhythmische Einreibung

Dr. Ita Wegmann und Dr. Margarethe Hauschka entwickelten auf Grundlage der anthroposophischen Menschenkunde die Rhythmische Massage als Methode. Sie ist eine Heilmassage, der eine erweiterte Kenntnis von Leib, Seele und Geist zugrunde liegt. Im Laufe der Zeit wurde im Pflegebereich eine abgewandelte Form übernommen, die in den Pflegealltag integriert werden konnte. Els Aichler, eine Krankenschwester, und Frau Marbach, ehem. Leiterin der Boller Ausbildungsstätte, waren maßgeblich an dieser Entwicklung beteiligt. Es geht um ein Verständnis und Zusammenspiel von Seelisch-Geistigem und Physisch-Leiblichem. Rhythmus im Lebendigen: Es handelt sich immer um eine Bewegung zwischen Gegensätzen. Was sind unsere Lebensrhythmen?

1.    Tag - Nacht, Wochenrhythmus, Jahresrhythmus - Jahreszeitenrhythmus, Ebbe - Flut.

2.    Herzrhythmus, Atemrhythmus, verschiedene Organrhythmen, Wachen - Schlafen, Anspannung - Entspannung usw.

Bei der Rhythmischen Einreibung geht es auch um eine Griffqualität. Gewebe soll verdichtet und wieder gelöst werden, sozusagen ein Ausatmen - Einatmen entlang der Körperleitlinien. Die Rhythmische Einreibung wirkt erst einmal stärkend auf die Lebenskräfte. Sie schafft den Ausgleich zwischen Aufbau und Abbau im Organismus.

Der Wärmeorganismus wird angeregt. Sie unterstützt damit auch das Zusichkommen. Da unsere Lebensweise ein ständiges Besser, Schneller, Höher verlangt, kommen wir auch in Situationen der Überforderung, des Ausgebranntseins, begleitet von Schlafproblemen, Konzentrationsschwäche, Depression etc.

Unsere Kinder sind ebenso davon betroffen. Ihr Organismus benötigt noch Zeit zur Reifung und er befindet sich im Wachstum. Unsere arrhythmische Lebensgestaltung schwächt ihn. Im späteren Erwachsenenalter kann es dadurch zu Krankheiten, die den Bewegungsorganismus betreffen, kommen. Mein Anliegen hier an der Schule ist, die Kinder in ihren Lebenskräften zu stärken, ihren Wärmeorganismus zu unterstützen und Momente herzustellen, in denen sie das Gefühl haben, «in sich zu ruhen», ihnen ein Hüllenerlebnis zu ermöglichen.

Lisl Dorfmayr

 

 

Das Team

AGNES VIKOLER

Klassen- und Förderlehrerin für die Unter- und Mittelstufe

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ALISA FRICK

Förderlehrerin in der Mittel- und Oberstufe mit dem Schwerpunkt Berufsvorbereitung

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JANINA GALLMANN

Heilpädagogin

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SIEGMUND BLASS

Klassen- und Förderlehrer in der Unterstufe

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ELISABETH DORFMAYR

Therapeutin für rhythmische Einreibung nach Dr. Hauschka

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PETER WALTER

Heileurythmist

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